Philipsburg / St. Maarten

Schon gegen 06.00 Uhr erreichen wir die Cruise Pier NW in Philipsburg. Uns gegenüber liegt das Segelschiff Sea Cloud und dann wird es voll. An der anderen Pier parkt das zur Zeit größte Kreuzfahrtschiff der Welt, die Oasis of the Seas mit knapp 6.000 Passagieren ein, dahinter wiederum legt die Celebrity Reflection an. Unser Wohlfühlschiff sieht soooo klein neben den Amis aus! Unsere Liegezeit heute ist nur bis 15.00 Uhr und so gehen wir nach einem kleinen Frühstück schon von Bord. Es ist zwar warm, aber sehr bewölkt, die Sonne zeigt sich nicht und kurze Zeit später fällt Regen. Das hält uns aber nicht davon ab, mit dem Wassertaxi für 7 US/Pers. hinüber nach Philipsburg zu fahren, mit dabei viele, viele Amerikaner. Kaum sind wir am Boardwalk mit den vielen Geschäften, Bars und Restaurants angekommen, hört der Regen auf. Baden wollen wir nicht, wir bummeln zunächst an Promenade der Great Bay entlang, zählen dabei unzählige Juweliergeschäfte  und gehen über die Voorstraat mit vielen Duty-Free-Läden und Spielcasinos (!) wieder Richtung Strand zurück. Es fängt wieder an zu regnen, und so nehmen wir das nächste Wassertaxi wieder zurück zum Cruiseterminal. Im Hafen sehen wir noch ein paar Leguane auf den Steinen liegen, dann zieht es uns weg von den Menschenmassen zurück an Bord der Mein Schiff 1. 

Zum Aufwärmen geht es erstmal in die Sauna, später verbrenne ich beim Jumping-Kurs mit Trainerin Janine ordentlich Kalorien. Nebenbei kommt die Durchsage von Max, dem Kreuzfahrtdirektor, dass sich unser Ablegen verzögert. Grund dafür ist, dass neu angekommene Crewmitglieder wegen eines Streiks noch am Flughafen festsitzen. Und so legen außerplanmäßig die großen amerikanischen Schiffe eines nach dem anderen vor uns ab, das ist auch schon ein imposanter Anblick, wenn die riesige Oasis of the Seas an der kleinen Mein Schiff 1 vorbeizieht. Wir sitzen bereits beim Abendessen im Fischmarkt, als es dann auch für uns um 18.50 Uhr losgeht. Bei Garnelen-Tartar, gemischtem Blattsalat und Linguine mit Riesengarnelen und Kirschtomaten bereiten wir uns schon einmal gedanklich auf die vor uns liegenden 5 Tage auf See vor. Später treffen wir Steffi und Heiko im Ruhepol und tauschen unsere bisherigen Erlebnisse bei Rotwein und alkoholfreien Getränken aus. Nun heißt es auch: jeden Tag an der Uhr drehen, denn der Zeitunterschied von -6 Stunden jetzt und -2 Stunden auf den Azoren, dem ersten Ziel nach den vielen Seetagen muss ja erreicht werden. Wir starten schon heute Nacht damit, d.h. die Uhr wird 1 Stunde vorgestellt. Das ist auf einem Seetag nicht so schlimm, ich bin eher gespannt, wie sich der Atlantik auf unserer Überfahrt so zeigen wird....

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