3. Schiffstag

Bis zu unserem morgigen Ziel Cadiz sind es 292 nautische Meilen. Der Tag auf See startet sonnig und nach dem Ausschlafen geht's vormittags mal wieder zur Einheit in den Sportbereich. Das Frühstück lassen wir ausfallen, stattdessen sitzen wir mittags im "Fischmarkt". Garnelentartar, belegtes Schwarzbrot mit Nordseekrabben bzw. gebackene Meeresfrüchte schmecken gut, dennoch vermisse ich meinen geliebten Wakamesalat und die Garnelen aus dem Gosch-Restaurant. Sonja und Gerd treffen wir danach zu einem Pläuschen auf dem X-Sonnendeck und genießen die Februar-Sonne; im Windschatten ist es richtig schön warm.

Nachmittags erfahren wir im Vortrag von Bernd Stolzenberg mehr über Cadiz und Lanzarote, danach sind wir als Stammgast beim "Ahoi & Hallo" mit den Offizieren in der Schaubühne eingeladen. Kapitän und Kreuzfahrtdirektorin erzählen über die Anfänge von Mein Schiff und Tuicruises; beide sind übrigens Mitarbeiter der ersten Stunde und somit von Anfang an seit 10 Jahren dabei. Interessant ist: auf dieser Reise sind lediglich 300 Erstkreuzfahrer, alle anderen sind Wiederholungstäter. Bei kleinen Häppchen, Kuchen sowie Sekt und Orangensaft kommen die Offiziere an die einzelnen Stehtische, wir unterhalten uns angeregt mit der Entertainment-Managerin Daniela Kramer.

Für 19 Uhr Tisch haben wir im "Esszimmer" im Heck des Schiffes einen Tisch reserviert. Diese Restaurant kennen wir bisher gar nicht, da passt es ganz gut, dass wir uns mit dem Gutschein unseres Gourmetpaketes vier Gänge aus der Karte auswählen dürfen. Es werden die  Lieblingsgerichte der Gäste angeboten und das alles in schönem Ambiente im sogenannten Diamanten des Schiffes. Leider bekommen wir keinen Platz direkt am Fenster, schade.

Ich wähle als Vorspeise Kaisersülze, im Zwischengang Königsberger Klopse,  dann Wiener Schnitzel und als Dessert 1,2,3-Schokoladen-Variationen. Es ist ALLES köstlich, eine ganz feine Küche, die mich mehr als überrascht. Die Portionen sind zudem sehr groß, alles schaffe ich nicht. Der Kaiserschmarrn als Dessert ist übrigens laut den anderen auch ein Gedicht und ebenfalls kaum zu schaffen. Und der Service ist zudem sehr aufmerksam und freundlich - wir sind alle begeistert. Hier fühlt man sich wohl, da passt alles! Seit heute habe ich - neben dem Surf & Turf - ein weiteres Lieblingsrestaurant an Bord. 

Im Ruhepol treffen wir auf Michael und Susi aus Stuttgart. Die beiden haben wir in Bremerhaven bei der Kofferabgabe kennengelernt und dabei witzigerweise festgestellt, dass wir im gleichen Hotel dort übernachtet haben. Wir sechs unterhalten uns bei Cocktails und Wein sehr ausgiebig und es wird nach Mitternacht, bis wir ins Bett kommen. 

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