Nach dem Frühstück geht es mit dem Bus bei sonnigen und gefühlt sehr warmen 28 Grad Grad zum Eingang des Nationalparks Foz do Iguacu auf der brasilianischen Seite. Direkt gegenüber des noblen 5-Sterne-Hotels Belmond das Cataratas halten wir, denn hier befindet sich der Einstieg zum 1,5 Kilometer langen Hauptwanderweg Trilha das Cataratas.
Wir verabreden noch Uhrzeit und Treffpunkt, wo wir später Reiseleiterin Sarah wieder treffen, dann trennt sich die Gruppe und jeder läuft sein Tempo. Andreas und ich sind nur ein kurzes Stück auf diesem Panoramaweg gegangen, da kommen schon die ersten Wasserfälle auf der anderen Seite in Sicht. Was für ein Panoramablick haben wir hier, denn wir schauen vom brasilianischem Gebiet mit nur 20 % der Wasserfälle auf das argentinische Gebiet, wo 80 % der Wasserfälle liegen. So viele Wasserfälle ergießen sich nacheinander nach unten in den Iguazu-River, eingebettet in den schön grünen Regenwald und ich staune einmal mehr über die Ausmaße der Iguazu-Wasserfälle.
Der schattige Weg durch den Dschungel ist gut zu laufen, immer wieder ergeben sich tolle Ausblicke von Aussichtsplattformen auf die unzähligen Wasserfälle. Zum Glück verteilen sich die Besucher ganz gut, denn hier auf der brasilianischen Seite gibt es nur diesen einen Trail und so breit ist der Weg nun nicht. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel, was für ein perfektes Wetter in dieser einzigartigen Natur. Heute ist es auch nicht ganz so schwül wie gestern, die Hitze ist gut zu vertragen und Regenwolken nicht in Sicht.
Am Ende des Wanderweges biegen wir auf einen zweiten, kürzeren Weg ab. Dieser verläuft auf einer Art Steg direkt über dem Wasser und bringt uns sehr dicht an die Wasserfälle heran.
Die Garganta do Diabo (s. Foto) ist ein U-förmiger Abgrund, der ca. 80 Meter tief, über 150 Meter breit und 700 Meter lang ist. Gestern haben wir auf der argentinischen Seite oben auf diesen Wasserfall hinein geschaut, nun sehen wir ihn mit seinen gewaltig herabstürzenden Wassermassen aus einer anderen Perspektive, nämlich von unten. Ein gigantischer Anblick so nah dran zu sein, man spürt förmlich die Kraft des Wassers und ab und zu bekommt man auch etwas Gischt ab, eine schöne Erfrischung bei den sommerlichen Temperaturen. Alleine ist man auf diesem Steg nicht, das eine oder andere Mal wird es sehr eng und ich bin froh, als ich wieder zurück auf dem Hauptweg angekommen bin. Dort am Ende befindet sich der Aussichtsturm, der gleichzeitig auch der verabredete Treffpunkt mit unserer Gruppe ist. Wir genießen einen letzten Blick von oben auf dieses unbeschreiblich schöne Naturwunder Iguazu-Wasserfälle, dann geht es mit dem Bus wieder zurück zu unserem Hotel.
Im Einkaufszentrum Palladium, nur knapp einen Kilometer entfernt von unserem Hotel, gibt es für Corinna, Cemal, Andreas und mich zur Abkühlung bei den Temperaturen ein sehr leckeres Eis im Eiscafe Freddo im Erdgeschoss der Mall. Wir versorgen uns noch mit Wasser, dann laufen wir den nicht sehr schönen Weg an der Hauptstraße zurück zum Hotel und entspannen dort. Abends genießen wir gemeinsam erst erneut das leckere Buffet im Hotel und danach ein Glas Wein auf der Terrasse am Pool.
Ja, das waren nun also die wirklich beeindruckenden Iguazu-Wasserfälle, deren Besuch sich definitiv gelohnt hat. Morgen steht uns ein weiterer Reisetag bevor, denn zum Ende des Nachprogramms besuchen wir noch Rio de Janeiro.