Iguazu Tag 1: Wasserfälle argentinische Seite

Gemeinsam mit Corinna und Cemal frühstücken wir bereits um 07.00 Uhr im Hotel, eine Stunde später sitzt unsere Reisegruppe im Bus, der uns zum Nationalen Flughafen von Buenos Aires, direkt am Rio de la Plata gelegen, fährt. Zunächst bekommen wir die Flugtickets für unseren Inlandsflug nach Iguazu, dann geht es zur Kofferabgabe. Leider gilt bei dem Flug mit Aerolinas Argentinas eine Gepäckgrenze von 15 kg, so dass wir alle für Übergewicht zahlen müssen, was zum Glück nicht allzu teuer ist. Mit einstündiger Verspätung heben wir mittags endlich ab, um nach einem kurzen Flug von 90 Minuten auf dem Aeropuerto Internacional de Puerto Iguazú (IGR) auf der argentinischen Seite zu landen.

Dort werden wir von unserer Reiseleiterin Sarah und Busfahrer Matthias bereits erwartet und kurze Zeit später startet unsere Fahrt durch die grüne Natur des Regenwaldes bei sehr schwülen Temperaturen zum Eingang des Nationalparks, in dem sich die Iguazu-Wasserfälle befinden. Ein paar Fakten dazu: Sie bestehen aus 20 großen und über 250 kleineren Wasserfällen, die Wassermassen rauschen bis zu 80 Meter in die Tiefe. 80 Prozent der Wasserfälle gehören zu Argentinien, 20 Prozent zu Brasilien. Sie erstrecken sich über eine Länge von 2,7 Kilometern – damit sind sie dreimal so breit wie die Niagarafälle. Seit 1984 (Argentinien) bzw. 1986 (Brasilien) zählen die Wasserfälle und die dazugehörenden Nationalparks zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Heute werden wir die Wasserfälle erst einmal von der argentinischen Seite ansehen. Wir steigen dazu zunächst in einem Bummelzug, von dessen Endstation wir etwa einen Kilometer über Stege (s. Bild) im dicht bewaldeten Regenwald zurücklegen. 

Das Wasser fließt anfangs ganz ruhig unter einem lang, und ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass da gleich ein so gigantischer Wasserfall kommt.

Und dann haben wir sie erreicht: die Aussichtsplattform des Teufelsschlund (Garganta del Diablo), dem spektakulärsten Teil der argentinischen Iguazú-Wasserfälle. Es ist wirklich irre, denn fast 2.000 Kubikmeter Wasser stürzen hier pro Sekunde 82 Meter in die Tiefe. Das Ganze ist eingebettet in eine wunderschöne grünen Natur -wow, das ist einfach unbeschreiblich schön! Hin und wieder spritzt die Gicht hoch und ist eine nette Abkühlung bei den schwülen Temperaturen. Und dann sehen wir mittendrin auch noch einen schönen Regenbogen - einfach toll!

Zurück am Ausgang des Nationalparks erwartet uns unser Bus, der dann kurze Zeit später an der brasilianischen Grenze hält. Sarah erledigt für uns die Einreiseformalitäten und gegen 19.00 Uhr erreichen wir das Hotel Viale Cataratas, unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte. Draußen geht ein heftiger Regenschauer nieder, daher genießen wir zusammen mit Corinna und Cemal das angebotene Abendessen in Buffetform im Hotel. Kaputt vom langen Tag geht es dann nicht all zu spät auf unser Zimmer im 1. Stock und wir sind gespannt, was wir dann morgen auf der brasilianischen Seite alles erleben werden.

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