Kurz nach Sonnenaufgang erreicht die Mein Schiff 1 den Hafen von Road Town auf Tortola, der größten und bekanntesten der Britischen Jungferninseln. Wir waren schon mehrmals hier, und da unser Ausflug kurzfristig abgesagt wurde, haben wir uns für eine kleine Wanderung am Vormittag entschieden. Bei sonnigen und warmen 28 Grad verlassen wir gegen 09.00 Uhr das Schiff, schlendern durch den direkt am Hafen gelegenen Cruise Pier Park mit seinen Geschäften und Cafés, bis wir den Taxistand erreichen und uns mit einem Fahrer über den Preis einig sind.
Unser Ziel ist nach 10 km langen Fahrt über die sehr grüne, hügelige Insel, die 1493 von Christopher Columbus entdeckt wurde, der Sage Mountain Nationalpark. Mount Sage ist mit 541 Metern der höchste Berg des gesamten Archipels und zum größten Teil Naturschutzgebiet, in welchem es sich gut wandern lassen soll. Wir zahlen pro Person 3 Dollar Eintritt und mit einer kleinen Infokarte ausgestattet, starten wir auf den eingezeichneten ca. 3 km langen Rundweg. Es geht durch üppigen tropischen Regenwald und auf blattbedecken, teilweise wurzeligen Pfaden moderat hoch und runter und Dank unseres festen Schuhwerks kommen wir auf den teilweise sehr nassen Wegen nicht weiter ins Rutschen. An zwei Stellen haben wir dann auch tatsächlich eine Aussicht auf das türkise Wasser und ein, zwei umliegende Inseln, ansonsten wandert man durch dichten Wald - für uns insgesamt kein besonderes, touristisches Highlight. Pünktlich zur verabredeten Abholzeit ist Taxifahrer Andy wieder da und fährt uns zurück nach Road Town. Kurz hatten wir überlegt, uns in der Stadt abzusetzen zu lassen, um uns dort umzusehen und zum Schiff zu laufen. Jedoch haben heute am Sonntag alle Geschäfte geschlossen und die Sonne brennt bei über 30 Grad ordentlich vom Himmel, von daher lassen wir uns direkt zum Hafen bringen.
Zurück an Bord stärken wir uns zur Mittagszeit mit einem Salat im Anckelmann's gefolgt von einem längeren Sonnenbad auf unserem Balkon. Herrlich, und was wir für ein Ausblick auf die Bucht mit dem tollen türkisfarbenen Wasser, den weißen Booten und den grünen Hügeln der Insel im Hintergrund dabei haben. Da kommt man ganz schnell wieder in die Entspannung und die Verärgerung über den abgesagten Ausflug ist auch schon fast vergessen.
Für mich gibt es abends im Atlantik Mediterran ein sehr leckeres Zanderfilet und einen Moscow Mule in der Galerie Bar. Damit endet ein sehr warmer, aber dennoch relaxter karibischer Tag und wir freuen uns auf die nächste Insel morgen.