Beim Aufstehen scheint bereits die Sonne über der Stadt, es sollen sogar bis 20 Grad werden. Das passt bei dem, was heute auf unserem Programm steht. Kurz vor 09.00 Uhr stehen wir vor dem Eingang zur Aussichtsplattform "The Edge" (s. Foto). Sie befindet sich im 100. Stockwerk des Wolkenkratzers 30 Hudson Yards und ist mit 335 Metern Höhe die höchste offene Aussichtsplattform in New York City. Wir steigen in den Expressaufzug, der uns in nur 1 Minute nach oben bringt. Kurze Zeit später stehen wir auf der offenen Plattform, die 24 Meter aus dem Gebäude herausragt. Wow - was für ein super 360-Grad-Ausblick über Manhattan ist das denn bitte schön? Und dann gibt es da noch einen Glasboden an eine der Ecken der 700 qm² großen spitz zulaufenden Plattform, hier kann man mal so eben die mehr als 300 Meter in die Tiefe schauen - krass!
Nur 5 Minuten Fußweg entfernt, befindet sich eine weitere neue Attraktion in New York, die wir als nächstes besuchen: The Vessel. Es handelt sich dabei um eine symmetrische Stahlstruktur, welche mit 154 miteinander verwobenen Treppen-segmenten verbunden ist, was gleichbedeutend mit rund 2.500 Stufen zum Hinauf- und Hinabsteigen ist. Der Ausblick ist unspektakulär, man hat einen guten Überblick über die Hudson Yards und kann die High Line von oben bewundern. Viel besser ist der Blick in den Innenteil und ab einer gewissen Höhe kann man hier durchaus ein wenig zittrige Knie bekommen!
Danach besuchen wir das am Central Park an der 5th Avenue gelegene Guggenheim-Museum, dessen Architektur von außen schon sehr sehenswert ist. Auch innen ist es anders als andere Museen gestaltet: vom Erdgeschoss bis in den 4. Stock zieht sich spiralförmig eine 400 m lange Rampe hinauf. Nach innen ist alles offen gestaltet und die terrassenförmigen Etagen bieten besondere Blickwinkel auf die Kunstwerke, die sich auf jeder Rampe befinden. Ja, das Museum hat durchaus etwas, auch wenn mich die Ausstellungen gar nicht weiter interessierten.
Bei dem herrlichen sonnigen Wetter haben wir uns unsere Mittagspause in der grünen Lunge der Stadt, dem Central Park redlich verdient. Wir sind froh, auf eine Radtour durch den Park verzichtet zu haben, denn zu Fuß kommt man einfach überall hin. Es ist auch alles sehr gut ausgeschildert und so führt uns unser Weg vom Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir, dem größten See hier, über romantische Brücken zu Bethesda Terrace, dem Herz des Parks und eine der wichtigsten architektonischen Sehenswürdigkeiten. Von den Stufen der Terrasse haben wir einen wunderschönen Blick auf den See und den Brunnen Bethesda Fountain mit seiner Bronzefigur Angel of the Waters.
Einen wunderschönen Blick auf die Skyline mit den hochaufragenden Wolkenkratzern haben wir dann zum Abschluss von der riesigen Grünfläche mit Namen Sheep Meadow (s. Foto), die früher wirklich einmal eine Schafsweide gewesen ist. Es ist total ruhig hier und der Anblick auf die Skyline mit Steinway Tower (der dünnste Wolkenkratzer der Welt), Hearst Tower (bekannt für seine einzigartige Glasfassade) und One57 Tower (306 Meter hoch mit 5-Sterne Hotel und Luxus-Eigentumswohnungen) ein toller Kontrast. Hier könnte ich echt ewig sitzen!
Für den Abend haben wir die zweistündige Abendliche Hafenrundfahrt mit Circle Line gebucht, die pünktlich um 19.00 Uhr am Pier 83 am Hudson River startet. Auch mit an Bord: Kerstin und Stefan, die wir bereits im Flugzeug kennengelernt hatten und die dann übermorgen auch auf die Mein Schiff 1 gehen. Genau wie wir sitzen sie auf dem offenen Oberdeck, um den besten Blick auf alles, was da kommt, zu haben. Allerdings ist es aufgrund des Windes schon ziemlich frisch! Unsere Tour führt einmal um die Südspitze Manhattans, dann biegen wir ein in den East River. Es geht unter der Brooklyn und der Manhattan Bridge hindurch, links und rechts die erleuchtete Skyline, ein toller Anblick und es sieht ganz anders aus als tagsüber. Wir sehen Empire State Building, Chrysler Building und das Gebäude der United Nations und drehen dann bei Roosevelt Island um. Aber das Boot fährt nicht direkt zur Pier zurück, nein, wir drehen noch eine Runde Richtung Freiheitsstatue - super! Während der ganzen Tour erhält man von der Crew in englischer Sprache auch alle Infos zu den Sehenswürdigkeiten, die man sieht. Zurück an Land und etwas durchgefroren, aber mit tollen Eindrücken von der Wasserseite im Gepäck, fahren wir dann mit der Metro direkt zurück ins Hotel. Morgen haben wir ja noch einen weiteren Tag hier in New York und wieder haben wir einiges vor...