Bayonne Tag 1 Einschiffung

Bereits beim Aufwachen scheint die Sonne, es wird wieder ein schöner Tag werden. Was haben bzw. hatten wir doch für ein Glück mit dem Wetter! Und die Mein Schiff 1 liegt bereits fest vertäut im Hafen von Bayonne, ich kann sie aus der Ferne tatsächlich aus unserem Hotelfenster sehen. Wir dürfen aber erst um 15 Uhr auf dem Schiff einchecken, somit haben wir noch Zeit, eine letzte Sehenswürdigkeit zu besuchen. Die Koffer können wir im Hotel lassen, denn wir dürfen bis mittags noch unser Zimmer nutzen. Im morgendlichen Berufsverkehr erreichen wir mit Metro und einem kurzen Fußweg, dann unser Ziel: das Rockefeller Center.

Der Gebäudekomplex ist das sechzehnt-höchste Gebäude der Stadt und im Art Déco Stil erbaut. Mitten in Manhattan auf einer Höhe von über 250 Meter kann man auf der dortigen Aussichtsplattform Top of the Rocks wiederum einen Rundumblick auf die Stadt genießen. Hier ist man wirklich am nächsten dran, wenn man den Central Park in seinem ganzem Ausmaß sehen  oder die besten Fotos vom Empire State Building machen möchte. Auch hier geht es mit einem Fahrstuhl schnell nach oben und aus dem Panoramafenstern im 68. und 69. Stock hat man einen ersten Eindruck von Manhattan von oben. Richtig interessant wird es dann im 70. Stock auf der außenliegenden Terrasse, und bei dem erneut schönen Wetter genießen wir einen weiten Blick über die Stadt. Es gibt auch zwei weitere neue und aufpreispflichtige Dinge hier oben: Da wäre der Sky-Lift, auf dem man an 3 Stockwerke über der 70. Etage auf einer sich drehenden, offenen Glasplattform noch höher schwebt und damit einen noch atemberaubenden Ausblick auf New Yorks Skyline bekommt. Und dann The Beam: Hier sitzt man festgeschnallt auf einem Stahlträger, das Ganze ist angelehnt an das Bild aus dem Jahre 1932, das

11 Eisenarbeiter beim Essen auf einem Stahlträger zeigt und das genau hier auf dem Rockefeller Center während der Bauarbeiten aufgenommen wurde. Beides war uns trotz Sonderpreise immer noch zu teuer, und auch Fotos sind verboten, stattdessen kann man die vor Ort geschossenen Fotos danach teuer erwerben.

Zurück im Financial District, checken wir aus unserem Hotel aus und machen uns auf den Weg zur Mein Schiff 1, die im Cape Liberty Cruise Port liegt. Da wir jeder nur 1 Koffer und 1 Rucksack haben, nehmen wir kein Uber, sondern nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel. Mit der Metro geht es zum World Trade Center, dort steigen wir um in die PATH, die uns unter dem Hudson River hinüber auf die andere Seite nach New Jersey bringt. 

Von der Uferpromenade dort (s. Foto) hat man wiederum einen wunderschönen Blick auf die Skyline von New York. Zudem ist die Promenade auf dieser Uferseite auch schön mit diversen Kunstobjekten gestaltet. Hier werden wir uns aber morgen noch einmal umsehen, denn wir laufen mit dem Schiff erst morgen am späten Abend aus.

Mit der Straßenbahn HBLR und den beiden Mitreisenden Gilbert und Katja, die das gleiche Ziel wie wir haben, geht es bis zur 34th Street. Hier sollte eigentlich für 5 Dollar/Person ein Shuttle zum Schiff fahren, da aber nichts in Sichtweite ist, teilen wir uns zu 4 einen Uber für den Weg dorthin. Wir sind viel früher als geplant am Schiff und hätten nun noch 2 Stunden bis zu unserer Eincheckzeit im Hafengebäude auf unbequemen Sitzen warten müssen, daher entschließen wir uns spontan für den gebührenpflichtigen Early-Checkin. Keine 10 Minuten später sind wir an Bord der Mein Schiff 1 und es wieder einmal: Willkommen zu Hause!

Unsere auf der Backbord liegende Kabine 8039 ist tatsächlich auch schon fertig und so können wir nach und nach unsere Sachen auspacken. Zwischendurch genießen wir einen kurzen Rundgang über unser Zuhause für die nächsten 15 Tage mit dem einen oder anderen Getränk; der obligatorische Aperol Spritz zum Start unserer Reise darf natürlich nicht fehlen. Unsere Seenotrettungsübung geht später am Nachmittag in weniger als 5 Minuten mit den wichtigsten Infos im Theater über die Bühne, weitere Pflichttermine stehen heute nicht mehr auf dem Programm. 

Zum Abendessen besuchen wir das Atlantik Mediterran auf Deck 4. Im hinteren Teil auf der Steuerbordseite haben wir einen schönen Tisch und - wie fast immer auf unseren vergangenen Reisen - ist der Service einfach sehr aufmerksam in dieser Ecke hier. Zwischendurch meldet sich der Kreuzfahrtdirektor Martin Büto und begrüßt alle neuen Gäste ganz herzlich. Seine Ansprachen enden übrigens immer alle mit dem Satz: "Was immer Sie tun, genießen Sie es!" Recht hat er! Und so genießen wir ein leckeres Abendessen mit mehreren Gängen (Sightseeing macht bekanntlich hungrig!) und einem leckeren Rotwein dazu. Trotz unserer Müdigkeit schaffen wir es zum Abschluss noch auf ein Getränk in die Galerie Bar, bevor wir recht ermattet in unsere Betten fallen. Einen Vorteil haben wir übrigens allen heute neu aus Deutschland angereisten Gästen: Der Jetlag ist bei uns schon überwunden.

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