Gut ausgeschlafen starten wir in den Tag. Morgens sind ziemlich frische 8 Grad (hier ist jetzt Winter), aber am Tag sollen es sonnige 25 Grad werden
Was man auch wissen muss: Namibia ist 1,5 x so groß wie Deutschland, hat aber nur 3 Millionen Einwohner. Und die Strecken zwischen den einzelnen Orten beziehungsweise Sehenswürdigkeiten sind sehr weit auseinander. Außerdem sind die Straßen nicht alle asphaltiert, die meisten sind Schotterpisten. Man benötigt also Zeit....
Auf uns warten heute insgesamt 368 Kilometer Strecke bis zu unserer nächsten Unterkunft Dead Valley Lodge in der Nähe von Sossusvlei. Dazu geht es zunächst auf die A1 Richtung Süden und dann weiter auf der B1 Richtung Rehoboth. Danach geht es auf Schotterpiste weiter. Im Ort Kleine Aub kehren wir zur Mittagszeit in Connie's Café ein, wo wir lecker Kaffee und selbst gebackene Muffins bekommen. Das Fahren auf der Schotterpiste ist nicht allzu anstrengend, außerdem kommt uns nur ab und an ein Auto entgegen. Es ist wirklich nicht viel los. Die Landschaft zeigt sich mit wechselnden Gebirgszügen und tief eingeschnitten Schluchten. Und wir sehen immer wieder die malerischen Köcherbäume, die ein fantastisches Fotomotiv abgeben. Über die Straße C19 und C27 erreichen wir den Eingang des Namib-Naukluft-Park.
Ein paar Fakten zum Park: Dieser ist mit ca. 50.000 Km² Wüstenfläche der größte in Afrika und der größte Nationalpark weltweit. Im Norden erstreckt er sich bis zur Skelettküste und im Süden bis zum Diamantensperrgebiet. Beim größten Teil des Parks handelt es sich um ein riesiges Wüstengebiet. Die Hauptattraktionen sind die beeindruckenden Sanddünen, besonders rund um Sossusvlei, sowie die Welwitschia; diese Pflanze kann bis zu 2.000 Jahre alt werden und hat sich extrem gut an die klimatischen Bedingungen angepasst.
Am Parkeingang wird unsere Ankunft notiert und wir müssen für die zwei Tage rund sechzig Euro Eintritt bezahlen. Wir erhalten dafür einen sogenannten Permit, also die Berechtigung für den Aufenthalt im Park, die wir immer bei uns haben müssen. Kurze Zeit später erreichen wir dann unsere Dead Valley Lodge, wo wir für zwei Nächte eingebucht sind. Die Lodge besteht aus mehreren Bungalows, unser hat die Glücksnummer 13 und von hier aus können wir schon die ersten großen Sanddünen sehen.
Nach kurzer Pause und Auspacken der Koffer machen wir uns dann nochmals auf dem Weg mit dem Auto zur fünf Kilometer entfernte Düne Elim (s. Foto) . Wir sind etwas spät dran, und daher ist die Sonne bereits schon untergegangen, als wir oben auf dem Grad der Düne angekommen sind. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn auch der Ausblick von hier ist total schön - auch bei Sonnenuntergang.
Zum Abendessen genießen wir in der Lodge Hühnchen-Pie und einen Pinotage-Rotwein von Beyerskloof. Wir müssen uns erst ein wenig dran gewöhnen, dass hier bereits die Sonne um nach 18 Uhr untergeht. Hier ist Winter und nach Sonnenuntergang kühlt es auch schnell aus. Auf dem Rückweg zurück zu unserem Bungalow sehen wir einen tollen Nachthimmel mit funkelnden Sternen und einer klar erkennbaren Milchstraße. Wow!