Gqeberha / Port Elizabeth

Hello South Africa! Beim Aufwachen haben wir bereits im nicht sehr schönen Containerhafen von “Kebecha” in der Region Ostkap am Indischen Ozean festgemacht. 

Leider lassen die örtlichen Behörden auf sich warten und so verzögern sich die Einreisekontrolle um fast eine Stunde. Dazu müssen wir auf Deck 2 hinunter, dort wird der Reisepass gestempelt und unsere Bordkarte bekommt einen farbigen Punkt, der zeigt, dass wir alles erledigt haben. 

Danach geht es von Bord, denn unser Reiseleiter Toni von Zasendle Adventures wartet vor dem Hafentor schon auf uns. Zusammen mit Lisa, Kilian und Sohn Jonathan sind wir eine kleine Gruppe mit nur 5 Personen, die sich auf den zweitgrößten Nationalpark Südafrikas, den Addo Elephant Park freut. Nach 40 Minuten Fahrzeit im schönen VW Bus erreichen wir das Mathyholweni-Gate im Süden des Parks. Von Toni bekommen wir Ferngläser und können durch die Fenster schon einen ersten Blick auf den dicht bewaldeten Park erhaschen. Aussteigen dürfen wir die nächste Zeit allerdings nicht. Toni ist über Funk mit anderen Rangern verbunden, die sich untereinander über die Tiersichtungen austauschen. Kurze Zeit später sehen wir in der Ferne die ersten Nashörner mit Baby, etwas näher sind dann Zebras und Pumbas, kleine Schweine, zu sehen. Ich finde die Natur wunderschön, denn in der Ferne erstrecken sich Richtung Küste weiße Dünen, zum Landesinneren findet man hohe grüne Bergrücken. Der Addo Park ist gefühlt riesig, aber wo sind sie denn nun die Elefanten?? 1.000 sollen hier leben und bisher haben wir nur welche aus der Ferne gesehen. Aber dann: an einem Wasserloch sehen wir einen Elefanten richtig nahe und der hat dann genug getrunken und macht sich auf den Weg, um direkt vor uns die Straße zu überqueren. Wie nah er auf einmal ist, superschön! Genau wie das Wetter, bei sonnigen 24 Grad sind wir nun auf der Suche nach Löwen, die sich letzte Nacht in diesem Gebiet aufgehalten haben. Aber da haben wir leider kein Glück, die zeigen sich nicht. Im Restaurant des Main Camp am Ausgang des Addo-Parks geht es dann zur Mittagspause bei leckerem Burger mit Ei und Avocado. 

Jetzt freuen sich alle auf den zweiten Teil des Ausflugs: den Giraffe Walk, was auch immer das genau ist. Ach ja, eine riesige Elefantenherde grüßt von der anderen Seite des Parks, als wir auf der Straße außerhalb weiterfahren, um knapp 30 Minuten später das Gelände eines privaten Geländes zu erreichen. Hier machen wir uns nun auf die Suche der 3 (!!!) hier lebenden Giraffen! So schwer kann das ja eigentlich nicht sein, Giraffen sind ja groß. Riesige Kakteen allerdings auch, und so sieht es im Sonnenlicht immer mal wieder so aus, ob da etwas steht. Ein paar Mal irren wir uns, aber dann nach gefühlt langer Zeit sehen wir sie: alle 3 Giraffen an einer Stelle, die gerade genüsslich an den Bäumen fressen. Toni bedeutet uns, auszusteigen und gemeinsam folgen wir ihm Richtung Giraffen, immer mit dem respektvollen Abstand der Tiere gegenüber. Wahnsinn, wir kommen sehr dicht an meine Lieblingstiere heran. Ganz langsam dürfen wir näher herankommen und Fotos machen. Das ist also der Giraffe Walk, was für ein toller Abschluss dieses Tages!

Über die gut ausgebaute Schnellstrasse erreichen wir nach 9 Stunden Ausflug wieder den Hafen, verabschieden uns von dem super informativen Reiseleiter Toni und sind kurze Zeit später zurück an Bord der Mein Schiff 6.

Wir sind müde vom langen Tag und so genießen wir nach dem Abendessen in der Kabine auf dem TV die Show des Zauberers Linus Faber und danach die Crew-Show, bevor wir dann recht schnell einschlafen.

Fotogalerie