Sossusvlei - Swakopmund

Beim Frühstück sind wir heute ganz alleine in der Lodge, dann alle anderen Bewohner sind schon früh auf Ausflug gegangen . Es ist morgens mit 9 Grad schon wieder frisch, allerdings sind auch heute wieder sonnige Temperaturen bei 25 Grad angesagt.

Für uns ist heute wieder Reisetag, denn wir machen uns auf den Weg auf die 375 Kilometer bis nach Swakopmund an die Küste des Atlantik, wo wir die nächsten drei Tage verbringen werden.

Die erste Pause verbringen wir nach anderthalb Stunden Fahrzeit in der kleinen Siedlung Solitär an der C19. Hier gibt es ganz viele Autowracks zu fotografieren und in der Bäckerei MacGregos Desert Bakery den besten Apfelkuchen Namibias zu kaufen. Weiter auf der Straße C14 kommen wir an dem südlichsten Punkt, an dem die Sonne während der Sonnenwende im Dezember senkrecht über dem Wendekreis steht, vorbei. Das ist der sogenannte Tropic of Capricorn (s. Bild), bevor es dann den Gaub-Pass hoch und runter geht und die Landschaft wieder flacher wird und die Schotterpiste kilometerweise fast geradeaus geht.

Mit dem Vogelfederberg, der direkt an der Straße liegt, gibt es wieder ein wenig Abwechslung. Das ist ein Berg mit einer Höhe von 527 Meter mit sehenswerten Felsformationen. Wir wollen etwas näher heran und ignorieren das Schild, das sagt, das ab hier ein Permit benötigt wird - also man hierfür eine Erlaubnis braucht. Kaufen kann man die hier vor Ort aber nicht. Andreas meint, hier kontrolliert ja gerade keiner, also fahren wir auf den oberen Parkplatz des Vogelfederberges. Keine gute Idee, denn keine 5 Minuten später kommen die Kontrolleure, was eine Strafe von rund umgerechnet 130 Euro für uns nach sich zieht, weil wir keinen Permit haben. Nachdem die notwendige Dokumentation dazu ausgefüllt ist, mit der wir die Tage die Strafe in Swakopmund bei der Polizei bezahlen sollen, dürfen wir weiterfahren.

30 Kilometer vor Swakopmund liegt Walvis Bay ("Walfsichbucht"), die drittgrößte Stadt des Landes. Wir vertreten uns hier am Hafen die Beine und sehen tatsächlich “unsere” Mein Schiff 6 dort liegen, die nun ohne uns auf Weiterreise Richtung Azoren und Mittelmeer ist. Hier am Meer ist es tatsächlich mit 13 Grad deutlich kühler und es geht zieht auch ein wenig Seenebel auf. Der hält sich tatsächlich bis nach Swakopmund, wo wir am späten Nachmittag ankommen. Die Stadt liegt in der Namib am Atlantik, wurde 1892 während der deutschen Kolonialzeit als Hafen gegründet und ist bis heute stark Deutsch geprägt. Tatsächlich machen Menschen mit deutscher Abstammung oder deutscher Muttersprache rund 5 bis 10 % der lokalen Bevölkerung aus.

Vorab haben wir drei Übernachtungen in Meikes Guesthouse reserviert. Meike ist eine deutsche Auswanderin und vermietet Zimmer mit Frühstück, vornehmlich an deutschsprachige Gäste. Der Empfang ist sehr herzlich und wir fühlen uns sofort hier wohl. Von Meike bekommen wir auch den einen oder anderen Hinweis, wie wir uns hier richtig nach eintretender Dunkelheit verhalten sollen und wo man gut essen kann. Uns zieht es in das gerade einmal 5 Gehminuten entfernte Hotel Deutsche Haus, wo wir im Restaurant im Erdgeschoss zum Abendessen einkehren. Eine gute Wahl: Austern, Filet bzw. Gemüse mit Spätzle und Schokomousse sind sehr, sehr lecker. Und teuer ist es auch nicht: Die Gesamtrechnung inkl. Wein beträgt am Ende nur 50 Euro.

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