Sossusvlei

Die Nacht ist mit nur 6 Grad ziemlich frisch, das merken wir auch in unserem Bungalow, der ja keine Heizung hat. Bereits um fünf Uhr stehen wir auf, denn eine Stunde später erwartet uns unser Guide Nafta, der Andreas und ich mich heute zum Sonnenaufgang in die Dünen von Sossusvlei fährt. Der Weg dorthin dauert 1 Stunde und somit sind wir um 07.20 Uhr rechtzeitig vor Sonnenaufgang am Fuße der Big Daddy Düne. Sie ist die bekannteste Düne hier und mit rund 350 Metern Höhe eine der höchsten Dünen der Welt. 

Zu Fuß geht es auf den Grad hinauf auf die Düne, dabei haben wir immer tolle Blicke links und rechts hinunter. Auch die Sonne zeigt sich, sie kommt langsam über den Berg hervor. Das Sonnenlicht taucht die Dünen in eine wunderschöne orange-rote Farbe. Rechter Hand liegt das Dead Vlei allerdings noch im Schatten. Das „tote“ Vlei war zunächst Endpunkt des Tsauchab-Flusses. Aufgrund von Lehm- und Schlammanlagerungen musste der Fluss sich einen neuen Weg suchen und endet nun im benachbarten Sossusvlei. Im Dead Vlei prägen vor allem abgestorbene Kameldornbäume die bizarre Landschaft, und obwohl es noch im Schatten liegt, sieht das schon sehr imposant von oben aus!

Durch den Sand rutschen wir die Big Daddy Düne kurze Zeit später hinab zum Dead Vlei. In der berühmten weißen Tonpfanne stehen die versteinerten Kameldornbäume schwarz und knochig und bieten nun nach Sonnenaufgang einen tollen Kontrast zur gleißenden Helligkeit des Bodens und den glutroten Dünen rings herum. Ich finde diesen Ort total magisch und einfach einzigartig und wunderschön. Das muss man definitiv in Namibia gesehen haben!


Genauso toll ist es, dass ein paar Kilometer weiter am Rastplatz Sossusvlei unterhalb der etwas niedrigeren Big Mama-Düne uns unser Guide Nafta ein Frühstück vor unserem Jeep serviert. Zudem bekommen wir von ihm auch viele weitere Erklärungen zur Entstehung der Dünen, sowie zum Sand an sich und zu den Pflanzen. Dann machen wir uns zurück auf dem Weg hinaus aus dem Tal. Ein paar Fotostopps haben wir auch noch, und zwar vor den bekannten Dünen 45 sowie Düne 40 (nur diese beiden Dünen darf man besteigen). Vom Parkplatz vor der Düne 24 haben wir einen Rundumblick auf die durch das Tal führende Straße und die imposante Dünenwelt. Auf dem weiteren Weg zu unserer Lodge können wir noch Oryxs-Antilopen und Strauße unweit der Straße beobachten. Pünktlich zum Mittagessen sind wir zurück in unserer Lodge und genießen einen Thunfischsalat und Schokoladenkuchen als Dessert.

Dann folgt zwangsweise eine größere Pause zur Erholung und zum Verarbeiten der tollen Eindrücke, die wir heute schon bekommen haben. 

Dann geht es nachmittags aber nochmals los, denn nur 4 Km entfernt liegt - auch im Nationalpark - der Sesriem Canyon. Er ist etwa einen Kilometer lang und 30 Meter tief sowie 3 Millionen Jahre alt. Wir schauen zunächst von oben hinunter in den 2 Meter breiten Spalt, dann geht es eine Treppe hinunter in die Klamm. Unser Weg führt uns zunächst zur engsten Stelle dieses Canyons, bevor wir dann in die andere Richtung weitergehen, wo es etwas breiter wird. Es ist schon irgendwie ein komisches Gefühl hier unten in einem seit Ewigkeiten ausgetrockneten Bachbett entlang zu gehen. Aber dennoch ist es gerade aufgrund der Wärme draußen hier unten wunderbar auszuhalten.

Zurück in der Lodge genießen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang von unserer Terrasse, bevor es dann auch schon Abendessen gibt. Diesmal hat der Küchenchef sich ein Buffet mit verschiedenen Fleischsorten ausgedacht, die frisch auf dem Grill zubereitet werden. Dazu gibt es Gemüse, Salat und natürlich eine Auswahl von Desserts. 

Zurück in unserem Bungalow müssen wir schon wieder Koffer packen, denn morgen geht die Reise  wieder weiter.

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