Heute ist ein besonderer Tag, denn mein Mann Andreas feiert einen runden Geburtstag. Sogar der Frühstückstisch ist nett eingedeckt und von Meikes Angestellter gibt es ein Geburtstagsständchen. Wir genießen das ausgezeichnete Frühstück, das eine ordentliche Auswahl an selbstgemachter Marmelade und diversen anderen Delikatessen bietet.
Heute wollen wir zur Spitzkoppe, eine markanten Gruppe von Granitgipfeln in der zentralnamibischen Namibwüste, die wegen ihrer auffälligen Form oft als Matterhorn Namibias bezeichnet wird. Der höchste Gipfel soll etwa 700 Meter aus der flachen Umgebung und 1728 Meter über dem Meeresspiegel emporragen. Sie liegen etwa 150 Kilometer nordöstlich von Swakopmund in der Erongo-Region, wo uns zunächst die asphaltierte Straße B2 hinführt. Die letzten 50 Kilometer fahren wir mal wieder über reine Schotterpisten. Am Gate zahlen wir pro Person umgerechnet 10 Euro Eintritt in den Park und entscheiden uns für eine geführte Tour, die nochmals circa 15 Euro pro Person kostet und zwei Stunden dauert. Los geht es mit unserem Guide Melvin, der zu uns ins Auto steigt und uns mit Erklärungen zu der großen Spitzkoppe, der kleinen Spitzkoppe und zu den Pontok-Bergen versorgt.
Natürlich halten wir auch vor dem berühmtesten Granitloch Namibias, dem Felsenbogen Rock Arch. Hier hat der Wind über Jahrmillionen ein Loch aus dem Stein gefräst, was an dieser tollen Umgebung einfach super aussieht. Melvin zeigt uns auch noch die Buschmann Felsmalereien, die hier in der Nähe zu sehen sind und bis zu viertausend Jahre alt sein sollen.
Es sind nur ein paar wenige Besucher auf dem Gelände unterwegs, das hatte ich mir eigentlich deutlich voller vorgestellt. Umso besser, so kann man in Ruhe seine Fotos machen. Und mit dem Wetter haben wir auch richtig richtig Glück: es ist sonnig und fast dreißig Grad heiß.
Zurück an der Küste in Swakopmund sind es dann nur noch 15 Grad, und wir haben wieder Seenebel. Als Andenken an Namibia kaufen wir bei einem Straßenhändler die bekannten Makalani-Nüsse, auf die er vorher unsere Vornamen eingeritzt hat. Von der Hafenpromenade haben wir kurze Zeit später einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang. Danach wird es sofort deutlich frischer, um die Temperaturen fühlen sich aufgrund des stärkeren Windes noch kälter an.
Zum Geburtstagsabendessen besuchen wir den "Ocean Cellar", ein an der Promenade mit Meerblick gelegenes Fischrestaurant. Als Vorspeise teilen wir uns Austern, dann genießen wir die Seafood-Platte für 2, gefolgt von einem Baked Cheesecake bzw. einen Apple Chocolate-Mousse Cake. Auch die Weine sind sehr lecker und insgesamt ist auch hier das Essen nicht sehr teuer. Zurück lassen wir uns mit dem Taxi zurück zu Meikes Guesthouse fahren. Die Besonderheit hier in Namibia ist übrigens, dass man das Taxi immer pro Person bezahlt und nicht pro Taxi.