Morgens nach dem Aufstehen ist es nebelig und es sind nur 7 Grad. Die Vorhersage sieht ganz gut aus, es soll sonniger und bis 17 Grad warm werden. Das ist auch unbedingt wichtig, denn für heute haben wir einen ganztägigen Ausflug nach Sandwich Harbour mit Turnstone Tours gebucht.
Unser Guide Chris holt uns direkt nach dem Frühstück in unserer Unterkunft ab. Es geht zunächst entlang der ehemaligen Eisenbahnlinie zwischen Swakopmund und Walvis Bay Richtung Süden, leider alles immer noch im Nebel. Dann biegen wir ab in die Lagune von Walvis Bay, die rund 5.000 Jahre alt sein soll und wo man viele Flamingos sehen kann. Durch den Nebel können wir diese und andere Vögel wie Pelikane jedoch nur sehr undeutlich erkennen. Aber vielleicht haben wir ja auf der Rückfahrt mehr Glück?
Am Ende der der Lagune biegen wir ab in die unteren Ausläufer des Kuiseb-Deltas mit seiner prächtigen Dünenlandschaft. Auf dem Weg nach Sandwich Harbor durchfahren wir karge Salzpfannen und bewachsene Dünenhügel und haben Glück, dass sich auch einige Antilopen und Springböcke zeigen. Mittlerweile ist die Sonne rausgekommen und der Nebel mit einem Mal komplett weg. Toll sieht auch der teilweise rosafarbene Strand aus. Chris erklärt uns, dass diese Farbe durch die Granit-Edelsteine im Sand zustande kommt. Auch einen kleinen durchsichtigen Granitgecko bekommen wir zu sehen. Da jetzt Ebbe herrscht, können wir direkt an der Wasserkante zwischen Dünen und Atlantik entlang fahren. Dann geht es wieder weiter hinein in die Dünenlandschaft und von einer sehr hohen Düne genießen wir den ersten Blick direkt auf Sandwich Harbour (s. Bild), 42 Kilometer südlich von Walvis Bay gelegen. Sandwich Harbour ist einerseits die Bezeichnung eines ehemaligen Hafens als auch die Bezeichnung für die Lagune an sich, die etwa 10 Kilometer lang ist.
Eigentlich hat Chris vor, mit uns an der Lagune unten das Mittagessen einzunehmen, aber die vielen Fliegen, die dort herrschen, verleiten uns dazu, unser Picknick dann doch oben in den Dünen zu machen. Bei guter Aussicht auf viel Sand und ein paar Antilopen lassen wir uns Salat und Kuchen schmecken und begeben uns dann wieder auf den Rückweg nach Swakopmund. In der Lagune sehen wir Gott sei Dank noch ein paar Flamingos, denn
mittlerweile ist es doch schon wieder nebliger geworden. Das geht hier echt schnell!
Zum Glück ist jedoch Namibias berühmter Pink Lake (s. Bild) trotzdem zu sehen. Er gehört zu den Salzwerken und verdankt seine intensive rosa Farbe einer bestimmten Algenart sowie eines extrem hohen Salzgehaltes.
Nach knapp 8 Stunden endet ein toller Ausflug mit Christ nach Sandwich Harbour dann wieder an unserer Unterkunft.
Da es uns vorgestern beim Abendessen im Hotel Deutschen Haus so gut gefallen hat, besuchen wir dieses heute ein zweites Mal. Wir lassen uns Austern und Rinderfilet schmecken. Zum Nachtisch müssen wir noch den südafrikanischen Desser-Klassiker Don Pedro mit Amarula teilen, der nicht nur lecker schmeckt, sondern uns auch die nötige Bettschwere verleiht.