Port Klang / Kuala Lumpur

Port Klang, der Hafen von Kula Lumpur, empfängt uns mit warmen 28 Grad und leichtem Regen um 07.00 Uhr morgens. Gleich nach der etwas verzögerten Freigabe der Mein Schiff 6 geht es zusammen mit Annette und Carsten von Bord, denn auch sie haben den gleichen Ausflug wie wir gebucht. Denn wie schon vor ein paar Jahren, sind wir heute mit USD Holidays auf der "KL Tour mit Petronas Towers" unterwegs. Reiseleiter Steve empfängt die Gruppe am Ausgang des Boustead Cruise Terminal und dann geht es auch schon im Bus los. 

Nach knapp einstündiger Fahrt erreichen wir Istana Negra (s. Foto), den offiziellen Amtssitz des Königs von Malaysia. Dieses ist mit knapp 100 Hektar beeindruckend groß, aber nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Vor dem Palasttor kann man die Anlage mit ihren 22 markanten Kuppeln gut sehen und ein Foto von der königlichen Garde in traditioneller Uniform und hoch zu Ross ist natürlich Pflicht. 

13 Kilometer nördlich von Kuala Lumpur besuchen wir die Batu Caves, ein von Kalksteinfelsen umgebener Höhlentempel, der als eines der wichtigsten hinduistischen Heiligtümer außerhalb Indiens gilt. Direkt am Eingang wacht eine spektakuläre, 42,7 Meter hohe Statue des Hindu-Gottes Murugan, die höchste Murugan-Statue der Welt. Wir waren bereits vor ein paar Jahren schon einmal hier, aber die 272 farbigen Stufen zu der großen Tempelhöhle wollen wir definitiv nochmals hoch, auch bei 30 Grad und Sonnenschein! Der Andrang auf der Treppe ist übersichtlich und so kommen wir gut voran, zwischendurch begleiten uns einige der hier freilaufenden Makaken-Affen. Wir schauen uns in der sogenannten Cathedral Cave mit Höhle mit ihren hinduistische Schreinen und Tempel kurz um, dann geht es auch schon wieder die Stufen hinunter, was gefühlt länger dauert, denn die Stufenhöhe ist nicht überall gleich und man muss genau schauen, wo man hintritt. Für den Besuch der Höhle ist es übrigens wichtig, dass Schultern und Beine bedeckt sind.

Für den späten Vormittag haben wir ein Zeitticket für den Besuch der Petronas Towers, die mit einer Höhe von 451,9 Metern die höchsten Zwillingstürme der Welt sind. Das 88-stöckige Gebäude wurde 1998 fertiggestellt und als Besucher erkunden wir zunächst die berühmte zweistöckige Sky-Bridge im 41. und 42. Stock und danach dann das Observation Deck im 86. Stock. Alles ist minutiös durchgeplant, wie haben immer ein kurzes Zeitfenster für Fotos, dann geht es auch schon weiter, um der nächsten Gruppe Platz zu machen.

Unweit der Petronas Towers kehren wir im Restaurant des 5-Sterne Hotels Maya zum Mittagessen in Buffetform ein. Frisch gestärkt besuchen wir danach den Independence Square mit seinem riesigen, 100 m hohen Fahnenmast und dem 1897 im Kolonialstil fertiggestellte Sultan Abdul Samad Building, in dem sich heute das Ministerium für Information, Kommunikation und Kultur befindet.

Zum Abschluss besuchen wir noch den Central Market (auch bekannt als Pasar Seni), eines der bedeutendsten historischen Wahrzeichen der Stadt. Er wurde 1888 ursprünglich als Fisch- und Frischmarkt (Wet Market) gegründet und besticht heute durch seine markante hellblaue Art-déco-Fassade aus dem Jahr 1937. Und der Markt ist klimatisiert - ist das herrlich! Wir bummeln durch die Geschäfte, die traditionelle malaysische Batik, Schnitzereien, handgefertigten Schmuck und lokale Kunst anbieten. Direkt neben dem Hauptgebäude befindet sich Katuri Walk, eine überdachte Fußgängerzone unter freiem Himmel, die bekannt für Street Food, Snacks und günstige Kleidung ist. Das mit der Überdachung ist super, denn gerade als wir aus dem Central Market kommen, fängt es stark an zu regnen und so werden wir nur ein wenig nass.

Nach 8 Stunden endet dann am Kreuzfahrtterminal unser Ausflug mit Steve und wir genießen zum Abschluss des schönen Tages erst einmal ein Champagner Rosé in der X-Lounge. Nach einem sehr guten Abendessen im Atlantik Mediterran gönnen wir uns noch ein Glas Wein in der Himmel und Meer-Lounge vorne auf Deck 12. Nun liegen 3 Seetage und 2361 km bis zu unserem nächsten Ziel auf Sri Lanka vor uns. Und die Nacht wird eine Stunde länger, denn die Uhren werden zurückgestellt. 

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