Die Mein Schiff 6 legt überpünktlich im nicht so schönen Containerhafen von Hambantota auf Sri Lanka an. Containerbrücken wohin das Auge reicht, an Land stehen viele neue, vornehmlich chinesische Autos für den Export. Bei schon warmen 30 Grad startet unser über Astrid Stroye gebuchter Ausflug pünktlich um 07.30 Uhr. Wir sind insgesamt 22 Personen, die im Vorfeld schon auf die Autos, Jeeps und Boote für den Ausflug eingeteilt wurden. Mit dabei sind Helene und Mirko aus Frankfurt , die wir 2018 auf einer Kreuzfahrt kennengelernt haben. Nach knapp einstündiger Fahrt auf gut ausgebauten Straßen mit Reisfeldern links und rechts erreichen wir den Ort Tissamaharma, wo wir auf Jeeps umsteigen. Wir haben dabei richtig Glück, denn wir bleiben mit Mirko und Helene nur zu viert im offenen Jeep, mit dem wir kurze Zeit später den Yala-Nationalpark im Südosten der Insel erreichen. Er ist ca. 1500 km² groß und das bekannteste und älteste Naturschutzgebiet in Sri Lanka. Wir sind gespannt, was wir nun aus der Tier- und Vogelwelt zu sehen bekommen.
Auf der mehr als 2-stündigen Fahrt über die staubigen Straßen im Park sehen wir jede Menge Wasserbüffel und Pfauen, auch einen kleinen Schakal bekommen wir zu Gesicht. Dann sehen wir einen Elefanten, der sich an einem Wasserloch direkt an der Straße mit dem Rüssel wäscht. Und er wäscht nicht nur sich, auch wir im Jeep bekommen teilweise eine ordentliche Schlammdusche ab!
Nun steigt die Spannung: werden wir auch einen Leoparden sehen? Tatsächlich ja, allerdings sitzt er gut versteckt auf einem Baum und nur durch das Fernglas ist sein gefleckter herabhängender Schwanz sowie eine Stück Vordertatze zu sehen. Für ein Foto mit dem Handy zu weit weg, aber immerhin!
Nach dem leckeren Mittagsbuffet im Peacock Beach Hotel geht es dann im Boot auf den nahegelegenen Tissa Lake, ein
beeindruckender künstlicher Stausee. Er wurde bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. angelegt, um die umliegenden Reisfelder zu bewässern.
Wir sehen wieder Wasserbüffel, Kolonien von Kormoranen, auch ein Adler ist mit dabei. Und jede Menge Flughunde in den Bäumen, so viele habe ich noch nie irgendwo hängen sehen! Mittlerweile sind es sonnige 34 Grad am frühen Nachmittag und wir sind froh, als wir dann doch im klimatisierten Kleinbus zurück zum Hafen fahren.
Damit geht ein wunderschöner und sehr gut organisierter Ausflug zu Ende. Sri Lanka hatte ich zwar noch etwas in Erinnerung, dass hier aber eine so schöne Natur in Form von sehr grünen Reisfeldern herrscht, wusste ich nicht mehr.
Da wir vom Mittagessen noch gut satt sind, genießen wir abends nur ein paar Garnelen und Wakamesalat im Gosch bei einem Glas Pino Grigio. Und doch ist irgendwie dann doch noch Platz für die leckere Mango-Creme brulée.