Kruger Nationalpark Tag 1

Wir haben sehr gut geschlafen und werden durch die Sonne bereits um 05.30 Uhr geweckt. In der Ferne hören wir die Löwen brüllen. Und als ich auf unsere Terrasse trete, turnt ein Affe vorbei und ein Kuhdu trabt gemächlich zum Futterplatz. Da muss ich mich noch dran gewöhnen, das sich Tiere hier frei bewegen! Beim Frühstück sehen wir dann noch einer Herde Zebras, die auf der Anlage zwischen den Appartements hin- und herlaufen. Ich vergesse fast das Essen, so fasziniert bin ich.

Unser Plan für heute ist ganz einfach: Wieder mit dem Mietwagen in den Kruger fahren und sich überraschen lassen, welche Tiere sich heute zeigen. Ich bin ganz froh, dass wir im Auto durch den Park fahren, denn mit Klimaanlage lassen sich die für heute angesagten Temperaturen um die 40 Grad ganz gut ertragen.

Auf einem gut zu befahrenden Nebenweg geht es Richtung Lower Sabie. Wir sehen die ersten Warzenschweine und an durch das Fernglas die ersten Löwen, die unter einem Baum vor sich hin dösen sowie ein Nashorn (Nr. 3 der "5")  mit Baby. Dann, 13 km vom Eingangstor entfernt, sehe ich im Gras eine tote Giraffe. Na, da wird doch heute bestimmt noch jemand zum Fressen kommen, oder? Wir werden später noch einmal hier her fahren.

Direkt am Sabie River, der schön breit und gut Wasser hat, können wir Büffel, Nilpferde und jede Menge Elefanten. All diese Eindrücke lassen wir bei einer Pause im Lower Sabie Camp auf uns wirken. Und es geht weiter: in einem kleinen See sehen wir das erste Krokodil, es teilt sich das Wasser mit einer großen Herde Nilpferde und am Ufer stolzieren 2 afrikanische Störche auf uns ab. 

Auf dem Rückweg Richtung Crocodile Bridge Gate statten wir der toten Giraffe nochmals einen Besuch ab. Und dann kommt der Höhepunkt für heute schlechthin: Wir sichten Löwen, knapp 50 Meter von der Straße entfernt, die gegenseitig "ihre" Beute bewachen. Somit kann ich die Nr. 4 der Big Five abhaken, fehlt nur noch der Leopard, dann hätte ich alle. Mittlerweile hat sich unter den Rangern und Besuchern dieses Schauspiel herumgesprochen und so wird die Autoschlange auf der Straße immer länger. Wir haben für heute genug gesehen und sind nach 140 km langsamen Fahren durch den Park ein wenig geschafft. 

Nach Verlassen des Kruger machen wir noch eine kleine Rundfahrt durch den Marloth-Park, denn bisher haben wir ja dort nur den kurzen Weg bis zu unserer Unterkunft gesehen. Der Park selber ist nur durch einen Zaun und den Crocodile River vom Kruger getrennt und ist reich an Wildtieren und dichtem Busch. Er ist auch ein Ferienort mit vielen Lodges und privaten Ferienhäusern. Alles ist naturbelassen, man fährt durch unbefestigte Straßen oder geht durch dichtes Gebüsch und kann so die wild lebenden Einwohner, wie Zebras, Kudus, Impalas und Vögel beobachten. Wir halten an einem Aussichtspunkt, und haben von dort einen herrlichen Panoramablick auf den Crocodile River, wo die Tiere zum Wasser trinken und zum Planschen hinkommen. Ein wirklich sehr schöner Ort!

Abends wird für uns auf unserer Terrasse gegrillt. Wir genießen köstlich mariniertes T-Bone-Steak mit Salat und Knoblauchbrot und Rotwein. Es ist immer noch sehr warm und so sitzen wir noch eine Weile draußen in der Dunkelheit und lassen den Tag Revue passieren. Was wir wohl morgen erleben?