Palma de Mallorca

Gegen 04.00 Uhr morgen erreichen wir Palma de Mallorca und machen dieses Mal tatsächlich an dem etwas besser gelegenen Terminal 4 der Muelles de Piniente fest. Wir liegen mit unserer Kabine zur Wasserseite und haben somit besten Blick auf den Jachthafen, wo auch richtig große Luxus-Jachten liegen. Für heute soll es mit dem Mietwagen in den Nordosten der Insel gehen und so geht es nach einem kleinen Frühstück schon um 08.30 Uhr von Bord und zur nahegelegenen Mietwagenstation im Einkaufszentrum Porto Pi. Eine knappe Stunde später starten wir dann mit unserem gelben elektrischen Renault 5 ins 23 Kilometer entfernte Valldemossa.

Das Bergdorf im Tramuntana-Gebirge liegt auf 400 Metern Höhe, und somit sind die Temperaturen von 30 Grad am Vormittag tatsächlich ein wenig besser zu ertragen. Für mich ist Valldemossa eines der schönsten Dörfer der ganzen Insel, ein immer noch beschaulicher Ort mit steingepflasterten Gassen und traditionell mallorquinischen Häusern. Wir schlendern durch die Gassen und genießen einen Cappuccino, bevor wir die 10 Kilometer nach Deià weiterfahren. Das Künstlerdorf hat nur 750 Einwohner und schmiegt sich an ein imposantes Feldmassiv, aufgrund der Lage gibt es auch nur ein paar kleine Gassen zu entdecken.

Unsere Fahrt geht weiter nach Fornalutx, das offiziell als eines der schönsten Dörfer Spaniens gewählt wurde, was wir nach einem kurzen Spaziergang durch die engen, kopfsteingepflasterten Gassen mit wunderschön erhaltenen Natursteinhäusern, grünen Fensterläden und traditionellen Holzbalkonen auch verstehen. Der Ort liegt zudem eingebettet in einer schönen Natur mit Orangen- und Zitronenhainen.

Über die kurvige, aber gut ausgebaute Ma-10 fahren wir im Inselinneren weiter. Vom Mirador de ses Barques blicken wir hinunter auf Puerto de Soller und am Mirador de Gorge Blau haben wir einen sehr schönen Blick über den noch gut gefüllten Stausee. Auch das bekannte Kloster Lluc (s. Foto) schauen wir uns noch kurz an, hier kann man für 70 Euro/Nacht ein Zimmer nehmen. Heute ist hier bei 35 Grad gar nichts los und auch sonst hatte ich diesen heiligen Ort irgendwie imposanter in Erinnerung. 

Über Inca fahren wir zurück nach Palma, wo wir unseren Mietwagen nach 168 gefahrenen Kilometern am späten Nachmittag wieder abgeben. Zurück im Hafen hat mittlerweile die Harmony of the Seas an der äußeren Dique de L'Ouest festgemacht, das Schiff ist noch gut 30 Meter länger als die Mein Schiff Flow. Da unsere Reise morgen endet, werde vor dem Essen noch schnell die Koffer gepackt, und dann können wir ein letztes Abendessen im Atlantik in Ruhe genießen. 

Von unserem Balkon genießen wir bei einem Glas Rotwein das Einlaufen der 109 Meter langen Luxusjacht Bravo Eugenia, die tatsächlich auch mit einem Lotsen in den Hafen einfahren muss. Vom letzten WM-Vorrundenspiel  der Deutschen gegen Ecuador bekommen wir den Siegtreffer des Gegners zum 2:1 nicht mehr ganz mit, Sonne, Hitze und ein langer Tag haben uns sehr müde gemacht. 

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