Fort-de-France / Martinique

Das französische Überseedépartement Martinique gehört zu den kleinen Antillen, ist 73 km lang und 39 km breit. Da die Insel französisch ist, befinden wir uns heute wieder in der EU, man kann also mit EU bezahlen und das Handy wieder auf Empfang stellen. Käpt'n Tom ist überpünktlich am Liegeplatz Tourelles Berth und wir haben an Deck schon einen ersten Eindruck auf die bergige, aber ganz grüne Insel mit ihrem 1397 m hohen Vulkan Montagne Pelée. Da wir Martinique noch gar nicht kennen, haben wir einen deutschsprachigen Ausflug bei Cathrin Herbert, die seit Jahren hier lebt, gebucht. Unsere Inseltour Nord geht durch die Mitte von Martinique, durch tropische Wäldern, vorbei an gigantischem Bambus und Baumfarnen, über Morne Rouge und Sainte Pierre und an der Westküste wieder zurück. Aber der Reihe nach: Im Kleinbus fahren wir zunächst zur Basilika von Balata, einer Nachbildung der Sacré Coeur von Paris. Auf der Route de la Trace fahren wir dann weiter durch den tropischen Regenwald und dürfen diesen dann kurze Zeit später auf dem Sentier de l'Alma auch zu Fuß erleben. Dabei erfahren wir von Cathrin mehr über die verschiedenen, oftmals Jahrhunderte alten Bäume und Pflanzenarten. Am nahegelegenen Wasserfall Salut Gendarme entstehen schöne Fotos inmitten herrlicher Natur. Danach führt uns Cathrin in den privaten botanischen Garten Plantation Beauvallon, der von einer einheimischen Familie bewirtschaftet wird. Heute ist Ruhetag und so führt uns Cathrin selber durch den riesigen Garten. Wow, was gibt es auf diesem großen Areal alles zu sehen: Vanille, kleine Ananas, Pomelos und sonstiges Obst, verschiedene Arten von Rosen, wir sehen Kolibris und schön bunte Raupen. Beim kreolisches Picknick mit geräuchertem Hühnchen, Bananensalat, Taboule und scharfer Soße (alles selbst gemacht und super lecker!), das wir danach außerhalb des Gartens um die Ecke zu uns nehmen, verarbeiten wir zum einen unsere Eindrücke, zum anderen lauschen wir der spannenden Übertragung des Fußball-WM-Finales zwischen Argentinien und Frankreich. Leider verliert Frankreich im Elfmeterschießen. 

Wir fahren weiter Richtung Saint Pierre, anstelle von Regenwald sehen wir nun riesige Zuckerrohrfelder und erreichen das Anwesen der Distellerie Depaz, wo der weltbekannte Rum Agricole hergestellt wird. Cathrin führt uns durch den schön gestalteten Park mit der alten Villa und erklärt uns die Produktionsanlagen, anschließend können wir im Verkaufsraum noch die Sorten Kokosrum und Goldrum probieren. Auf unserem Rückweg zur Mein Schiff 2 gibt es noch einen kurzen Stop im Ort Saint Pierre, den einige nutzen, um am schwarzen Strand ins karibische Meer zu springen. Ein superschöner und sehr informativer Ausflug war das, wir können ihn nur weiterempfehlen. Den ereignisreichen Tag lassen wir beim Abendessen im Atlantik Mediterran und danach mit einem Smoky Apple Twist im Ruhepol ausklingen. 

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