Engelhartszell/Österreich Einschiffung

Über Nacht ist es durch die aufgezogenen Gewitter deutlich - aber angenehm -  kühler geworden, beim Aufwachen regnet es aber nach wie vor. Für das Frühstück wurde uns ein Tisch um 08.30 Uhr zugeteilt, in den Frühstücksraum geht es mit Maske, dann ist Hände desinfizieren angesagt und jeder Gast muss sich ein Paar Plastikhandschuhe nehmen. Die benötigt man dann, um sich am Buffet zu bedienen, für mich völlig akzeptabel, da kann ich mir wenigstens selber aussuchen, was ich essen möchte. Die Tische stehen weit auseinander und das Servicepersonal ist sehr, sehr nett. 

Pünktlich um 15.00 Uhr startet vom Hauptbahnhof Passau der Bustransfer ins 25 km entfernte Engelhartszell, wo bereits die A-Rosa Mia auf ihre insgesamt 88 Passagiere wartet. Das Schiff ist somit mit 1/3 Passagieren gefüllt, normalerweise könnten 242 Passagiere mitreisen. Das Hygienekonzept sieht zunächst das Fiebermessen vor, danach geht es (immer noch mit Maske) endlich an Bord des schönen Flusskreuzfahrtschiffes und zum Einchecken an die Rezeption. Das alles geht sehr schnell und so sind wir kurze Zeit später auf unserer 16 m² großen und großzügig geschnittenen Außenkabine 238 mit französischem Balkon auf Deck 2. Auch die Koffer stehen bereits vor der Tür. Die Kabinentür steht offen, die Kabinenkarten finden wir auf dem Tisch. Alles ist sehr farbenfroh eingerichtet, die Kleidung lässt sich im großen Schrank verstauen und die Koffer schieben wir unter das Bett. WLAN gibt es in den öffentlichen Bereichen des Schiffes, hierzu bekommt man an der Rezeption dann den entsprechenden Einwahlcode. Pünktlich um 17.00 Uhr zum Ablegen hört der Regen auf. Genau wie bei der Hochseekreuzfahrt wird auch auf dem Fluss dazu eine Auslaufhymne gespielt, und zwar "Following my heart". Es ist nicht so emotional wie auf dem Meer, aber das ist zweirangig. Wichtig ist für alle hier an Bord: es geht endlich wieder los mit dem Reisen auf dem Wasser! Direkt nach dem Ablegen gibt es in der Lounge durch Reiseleiterin Georgina - sie ist übrigens vor Corona als Gastgeberin jahrelang auf der Mein Schiff-Flotte gewesen - die obligatorische Sicherheitsinformation sowie was gemäß Hygienekonzept alles zu beachten ist. 

Nach einer ersten Orientierungsrunde über die Mia geht es dann zum Abendessen ins Restaurant. Während der ganzen Reise haben wir einen fest reservierten Tisch am Fenster, in gebührendem Abstand sitzen unsere Kabinennachbarn, ein sehr nettes Ehepaar aus Remscheid. Man kann aus einem reichhaltigen 4-Gänge Menü auswählen, das am Platz serviert wird. In unserem gebuchten Premium inklusive sind zudem die meisten Getränke enthalten. Das Essen ist wirklich lecker, geht allerdings auch recht zügig, viel Pause nach den einzelnen Gängen gibt es nicht. Auf unserem Weg nach Wien werden wir nun 9 der insgesamt 11 Schleusen auf der Reise passieren, die erste Schleusung in Aschach findet schon während des Hauptganges statt. Es geht fast 24 Meter abwärts, denn die Schleuse Aschach ist die tiefste an der österreichischen Donau!

Jeden Abend findet nach dem Abendessen in der Lounge eine ca. 15-minütige Prime Time statt, in der die Reiseleiterin und der Bordunterhalter - auf dieser Reise Volker Hinz - Infos über das Programm, den nächsten Hafen sowie Sehenswürdigkeiten geben. Gegen 22.00 Uhr genießen wir das hell erleuchtete Linz, was übrigens die Heimatstadt von Georgina ist, und dann geht es in die Kabine.

Ein schöner Tag geht zu Ende. Und ich muss sagen: ja, dieser durch Corona etwas anders aussehende und spontan gebucht Urlaub gefällt mir. Das Reisen auf dem Fluss hat etwas Entspannendes an sich: man gleitet so dahin, links und rechts die schöne Landschaft an der Donau immer in Sichtweite. Ich bin gespannt auf die nächsten Orte...

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